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Europäische Märsche 2007

Gleiche soziale Rechte für Alle, überall!


Köln, 26. Mai 2007


Originalbild (684 kb)

Straßentheater der WTO-AG in Attac Köln.

Unter historischer Kulisse dem Narren, der den hohen Herren die Zunge rausstreckt, wurden die Europäischen Märsche gestern in Köln von den Kölner Erwerbslosen in Aktion und von der Ratsfraktion Die Linke empfangen.

Die Transparente wurden zu einer Demonstration durch die Altstadt entrollt - unter Begleitung einer Trompetergruppe. Da staunten die zahlreichen Touristen nicht schlecht: da klang es türkisch, französisch, japanisch, deutsch. Vereinzelte Jecken und Narren am Rande die mit Kölle Alaaf gegenhalten wollten, kamen gegen die Sprechchöre und Musik nicht an. Die Kundgebung vor dem Dom (etwa 150 Leute) hat eine Straßentheatergruppe von Attac belebt, die Humanistische Bewegung mit einem lebenden Peace-Zeichen und vor allem der bekannte Kabarettist und Globalisierungskritiker Wilfried Schmickler.

Am späteren Nachmittag ging es auf der Veranstaltung im Naturfreundehaus um das Thema Illegalisierung und globale soziale Rechte. Beeindruckend waren die Zeugnisse, die die Gruppe No Vox (Ohne Stimme) von Illegalen aus Frankreich mitgebracht hatten - sie selber hatten leider nicht die Möglichkeit, die Märsche zu begleiten. Eine in Europa lebende Philippinin hatte zu berichten, wie die neue Freie Sklaven-Marktwirtschaft die Gewinner in den jeweiligen Ländern auf Kosten der Menschen bereichert und der globale Arbeitsmarkt mit Rechtlosen funktioniert. Sie konnte aber auch Beispiele bringen, wie sich die Betroffenen bei uns trotz aller Widrigkeiten organisieren.

Am Abend gab es noch bis tief in die Nacht Party. Jetzt machen sich die Euromärsche auf den Weg nach Leverkusen, wo diese trotz Pfingstsonntag vor Bayer, Tor 1, von den Kollegen empfangen werden. Danach geht es weiter nach Düsseldorf.